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Nano-Dämmlexikon Begriffe · Normen · Förderung
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Lexikon A–Z

26 Einträge mit Normquelle

Lexikon A–Z

Von Aerogel bis Worst Performing Building: Hier sind alle Begriffe des Nano-Dämmlexikons auf Karteikarten versammelt – jeweils mit Kurzdefinition, Normverweis, Sachgebiet und Querverweisen. Die Einträge fassen zusammen, was unsere Ratgeberbeiträge ausführlich erklären.

A

Aerogel

Hochporöser, sehr leichter Feststoff, dessen Volumen überwiegend aus Luft in winzigen Poren besteht. In Wärmedämmbeschichtungen nennen Anbieter Aerogel-Partikel als Füllstoff neben Hohlkugeln. Wie viel davon im Normnachweis ankommt, entscheidet der anerkannte Bemessungswert der fertigen Schicht.

Beschichtungen Siehe auch: Hohlkugeln (Hohlraumkugeln), Wärmedämmbeschichtung, Bemessungswert

Ausführlich im Beitrag Was ist eine Wärmedämmbeschichtung? Funktionsweise, Grenzen und Einsatzgebiete

B

Baudenkmal

Normverweis § 105 GModG

Für Baudenkmale und sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz erlaubt § 105 GModG Abweichungen von den energetischen Anforderungen, wenn Substanz oder Erscheinungsbild beeinträchtigt würden oder der Aufwand unverhältnismäßig wäre. In der BEG EM gilt für Außenwände dann ein U-Wert von höchstens 0,45 W/(m²·K); mitwirken dürfen nur Experten der Kategorie „Denkmal“.

Fassade Siehe auch: BEG EM, Energieeffizienz-Experte, Wärmedämmbeschichtung

Ausführlicher Beitrag „Fassadendämmung: Förderung 2026 und Alternativen zum WDVS im Überblick“ erscheint am 3. November 2026.

BEG EM

Normverweis Richtlinie 17.08.2026

Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen. Sie bezuschusst unter anderem die Dämmung der Außenwand mit 15 Prozent der förderfähigen Ausgaben, Anträge für die Gebäudehülle bearbeitet das BAFA. Für die gedämmte Außenwand eines Wohngebäudes verlangt sie einen U-Wert von höchstens 0,20 W/(m²·K).

Förderung Siehe auch: iSFP (Sanierungsfahrplan), Energieeffizienz-Experte, U-Wert

Ausführlicher Beitrag „Fassadendämmung: Förderung 2026 und Alternativen zum WDVS im Überblick“ erscheint am 3. November 2026.

Bemessungswert

Normverweis DIN 4108-4

Der Wärmeleitfähigkeitswert, der im wärmeschutztechnischen Nachweis am Gebäude angesetzt wird. Er ist in DIN 4108-4 oder in einer bauaufsichtlichen Zulassung festgelegt und kann über dem Nennwert liegen, weil Alterung und Feuchte im Einbauzustand berücksichtigt werden.

Werte & Normen Siehe auch: Nennwert, Lambda-Wert (λ), Wärmeleitstufe (WLS)

Ausführlicher Beitrag „Lambda-Wert und U-Wert erklärt: So lesen Sie Dämm-Kennzahlen richtig“ erscheint am 25. Oktober 2026.

D

Diffusionsoffen (sd-Wert)

Normverweis DIN 4108-3

Beschreibt, wie leicht Wasserdampf durch eine Schicht wandern kann. Kennwerte sind die Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl μ und die wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke sd (μ mal Schichtdicke). Eine diffusionsoffene, zugleich wasserabweisende Beschichtung lässt Feuchte aus dem Mauerwerk entweichen – trockene Wände dämmen besser.

Grundlagen Siehe auch: Taupunkt, Wärmedämmbeschichtung

Ausführlich im Beitrag Was ist eine Wärmedämmbeschichtung? Funktionsweise, Grenzen und Einsatzgebiete

E

Emissionsgrad (Low-E)

Normverweis DIN EN ISO 6946

Gibt an, wie stark eine Oberfläche Wärme als Infrarotstrahlung abgibt, bezogen auf einen idealen Strahler. Strahlungsarme Beschichtungen sind bei Isolierglas Standard; Hersteller von Wärmedämmbeschichtungen übertragen das Prinzip auf Wandoberflächen. Die U-Wert-Rechnung nach DIN EN ISO 6946 setzt den Wärmeübergang an der Oberfläche jedoch mit festen Normwerten an.

Grundlagen Siehe auch: Wärmeübergangswiderstand (Rsi, Rse), Wärmedämmbeschichtung, Wärmestrommessung

Ausführlich im Beitrag Was ist eine Wärmedämmbeschichtung? Funktionsweise, Grenzen und Einsatzgebiete

Energieeffizienz-Experte

Normverweis BEG EM

Fachperson aus der Energieeffizienz-Expertenliste des Bundes. Bei geförderten Maßnahmen an der Gebäudehülle ist ihre Einbindung Pflicht: Sie bestätigt nach Abschluss die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen und die förderfähigen Ausgaben. Fachplanung und Baubegleitung werden mit 50 Prozent gefördert.

Förderung Siehe auch: BEG EM, iSFP (Sanierungsfahrplan), Baudenkmal

Ausführlicher Beitrag „Fassadendämmung: Förderung 2026 und Alternativen zum WDVS im Überblick“ erscheint am 3. November 2026.

G

GModG (Gebäudemodernisierungsgesetz)

Normverweis § 36 + Anlage 7

Seit dem 29. Juli 2026 der Name des früheren Gebäudeenergiegesetzes. Wird an der Außenwand eines Wohngebäudes der Außenputz erneuert oder eine Dämmschicht angebracht, verlangt § 36 mit Anlage 7 einen U-Wert von höchstens 0,24 W/(m²·K) – mit oder ohne Förderung. Ausnahmen gelten unter anderem für Änderungen an höchstens zehn Prozent der Fläche.

Grundlagen Siehe auch: U-Wert, Baudenkmal, Wärmeleitstufe (WLS)

Ausführlicher Beitrag „Fassadendämmung: Förderung 2026 und Alternativen zum WDVS im Überblick“ erscheint am 3. November 2026.

H

Hohlkugeln (Hohlraumkugeln)

Mikroskopisch kleine, hohle Kugeln aus Glas oder Keramik, die Anbieter von Wärmedämmbeschichtungen als Füllstoff im Bindemittel nennen. Die eingeschlossenen Hohlräume sollen die Wärmeleitung durch die Schicht bremsen. Bei einer Schicht von rund einem Millimeter bleibt der rechnerische Widerstand (R = d / λ) dennoch begrenzt.

Beschichtungen Siehe auch: Aerogel, R-Wert (Wärmedurchlasswiderstand), Wärmedämmbeschichtung

Ausführlich im Beitrag Was ist eine Wärmedämmbeschichtung? Funktionsweise, Grenzen und Einsatzgebiete

I

Innendämmung

Normverweis BEG EM

Dämmung auf der Raumseite der Außenwand. Sie kommt infrage, wenn die Außenansicht erhalten bleiben muss, etwa bei Sichtfachwerk; der Feuchteschutz ist gesondert nachzuweisen, und innen geht Wohnfläche verloren. Für Sichtfachwerk nennt die BEG EM einen eigenen U-Wert von 0,65 W/(m²·K).

Fassade Siehe auch: Taupunkt, Wärmedämmverbundsystem (WDVS), Baudenkmal

Ausführlicher Beitrag „Fassadendämmung: Förderung 2026 und Alternativen zum WDVS im Überblick“ erscheint am 3. November 2026.

iSFP (Sanierungsfahrplan)

Normverweis BEG EM Nr. 8.4

Individueller Sanierungsfahrplan: ein geförderter Plan, der die Reihenfolge der Sanierungsschritte festlegt. Ist die Fassadendämmung Teil eines iSFP, steigt der Fördersatz um fünf Prozentpunkte – in der Fassung 2026 nur für Ausgaben oberhalb der Höchstgrenze ohne iSFP und bei mindestens 30.000 Euro förderfähigem Volumen.

Förderung Siehe auch: BEG EM, Worst Performing Building (WPB), Energieeffizienz-Experte

Ausführlicher Beitrag „Fassadendämmung: Förderung 2026 und Alternativen zum WDVS im Überblick“ erscheint am 3. November 2026.

K

Kerndämmung (Einblasdämmung)

Normverweis BEG EM

Ein Dämmstoff wird in die vorhandene Luftschicht eines zweischaligen Mauerwerks eingeblasen; die Wand wird dadurch nicht dicker. Für den Förderwert verlangt die BEG EM einen Dämmstoff mit λ ≤ 0,035 W/(m·K).

Fassade Siehe auch: Lambda-Wert (λ), Wärmedämmverbundsystem (WDVS), Innendämmung

Ausführlicher Beitrag „Fassadendämmung: Förderung 2026 und Alternativen zum WDVS im Überblick“ erscheint am 3. November 2026.

L

Lambda-Wert (λ)

Normverweis DIN 4108-4

Wärmeleitfähigkeit eines Materials in W/(m·K): die Wärmemenge, die pro Sekunde durch einen Würfel von einem Meter Kantenlänge fließt, wenn zwischen zwei gegenüberliegenden Seiten ein Kelvin Temperaturunterschied herrscht. Je kleiner λ, desto besser dämmt das Material. Über die eingebaute Dicke sagt λ nichts aus.

Werte & Normen Siehe auch: R-Wert (Wärmedurchlasswiderstand), U-Wert, Bemessungswert, Wärmeleitstufe (WLS)

Ausführlicher Beitrag „Lambda-Wert und U-Wert erklärt: So lesen Sie Dämm-Kennzahlen richtig“ erscheint am 25. Oktober 2026.

N

Nennwert

Normverweis Produktnorm

Vom Hersteller erklärter Wärmeleitfähigkeitswert aus der Prüfung nach der jeweiligen Produktnorm. Für den Nachweis am Gebäude zählt nicht der Nennwert, sondern der Bemessungswert – fragen Sie bei jeder λ-Angabe, welcher von beiden gemeint ist.

Werte & Normen Siehe auch: Bemessungswert, Lambda-Wert (λ)

Ausführlicher Beitrag „Lambda-Wert und U-Wert erklärt: So lesen Sie Dämm-Kennzahlen richtig“ erscheint am 25. Oktober 2026.

R

R-Wert (Wärmedurchlasswiderstand)

Normverweis DIN EN ISO 6946

R = d / λ in m²·K/W: Schichtdicke in Metern geteilt durch die Wärmeleitfähigkeit. Doppelte Dicke ergibt doppelten Widerstand, bei mehreren Schichten werden die Widerstände addiert. Anders als bei λ und U gilt hier: Je höher, desto besser.

Werte & Normen Siehe auch: Lambda-Wert (λ), U-Wert, Wärmeübergangswiderstand (Rsi, Rse)

Ausführlicher Beitrag „Lambda-Wert und U-Wert erklärt: So lesen Sie Dämm-Kennzahlen richtig“ erscheint am 25. Oktober 2026.

T

Taupunkt

Normverweis DIN 4108-3

Temperatur, bei der abgekühlte Luft den enthaltenen Wasserdampf nicht mehr halten kann und Tauwasser ausfällt. Unterschreitet eine Innenoberfläche den Taupunkt der Raumluft, droht Schimmel. Eine wärmere Wandoberfläche senkt das Risiko, ersetzt aber weder richtiges Lüften noch die Suche nach Wärmebrücken oder eindringender Feuchte.

Grundlagen Siehe auch: Diffusionsoffen (sd-Wert), Innendämmung

Ausführlich im Beitrag Was ist eine Wärmedämmbeschichtung? Funktionsweise, Grenzen und Einsatzgebiete

U

U-Wert

Normverweis DIN EN ISO 6946

Wärmedurchgangskoeffizient eines ganzen Bauteils in W/(m²·K): U = 1 / (Rsi + R1 + R2 + … + Rse). Er gibt an, wie viel Watt pro Quadratmeter und Kelvin Temperaturdifferenz verloren gehen – je kleiner, desto besser. Gesetz (0,24) und Förderung (0,20) knüpfen bei der Außenwand an ihn an.

Werte & Normen Siehe auch: R-Wert (Wärmedurchlasswiderstand), Lambda-Wert (λ), GModG (Gebäudemodernisierungsgesetz), BEG EM

Ausführlicher Beitrag „Lambda-Wert und U-Wert erklärt: So lesen Sie Dämm-Kennzahlen richtig“ erscheint am 25. Oktober 2026.

V

Vorgehängte hinterlüftete Fassade

Fassadensystem aus Unterkonstruktion, Dämmung, Luftschicht und äußerer Bekleidung. Es trägt im Zentimeterbereich auf, gibt dem Haus eine neue Optik und lässt sich über die Dämmstärke rechnerisch auf den Förderwert bringen – vorausgesetzt, der Platz ist vorhanden.

Fassade Siehe auch: Wärmedämmverbundsystem (WDVS), U-Wert

Ausführlicher Beitrag „Fassadendämmung: Förderung 2026 und Alternativen zum WDVS im Überblick“ erscheint am 3. November 2026.

W

Wärmedämmbeschichtung

Normverweis DIN EN ISO 6946

Streich-, roll- oder spritzbarer Auftrag im Millimeterbereich, der mit gefüllten Bindemitteln und strahlungsarmer Oberfläche den Wärmeverlust eines Bauteils mindern soll. Kein Dämmstoff im Sinne einer Dämmplatte, sondern ein Anstrich- oder Putzsystem mit Zusatzfunktion. Rechtlich maßgeblich bleibt der nach Norm berechnete U-Wert.

Beschichtungen Siehe auch: Hohlkugeln (Hohlraumkugeln), Emissionsgrad (Low-E), Aerogel, Baudenkmal

Ausführlich im Beitrag Was ist eine Wärmedämmbeschichtung? Funktionsweise, Grenzen und Einsatzgebiete

Wärmedämmputz

Putz mit wärmedämmenden Zuschlägen, der in einigen Zentimetern Dicke aufgetragen wird. Er bietet sich an, wenn der Außenputz ohnehin erneuert wird. Ob der Förderwert erreicht wird, hängt von Putzdicke und Bemessungswert ab.

Fassade Siehe auch: Wärmedämmverbundsystem (WDVS), Bemessungswert, GModG (Gebäudemodernisierungsgesetz)

Ausführlicher Beitrag „Fassadendämmung: Förderung 2026 und Alternativen zum WDVS im Überblick“ erscheint am 3. November 2026.

Wärmedämmverbundsystem (WDVS)

Auf die Außenwand aufgebrachte Dämmplatten mit Armierung und Putz – die verbreitetste Fassadendämmung. Das Plattenpaket trägt im Zentimeterbereich auf und verändert Laibungen, Dachüberstand und Fensterbänke. Der U-Wert lässt sich über die Bemessungswerte der Dämmplatte nachweisen.

Fassade Siehe auch: Vorgehängte hinterlüftete Fassade, Kerndämmung (Einblasdämmung), Wärmedämmbeschichtung

Ausführlicher Beitrag „Fassadendämmung: Förderung 2026 und Alternativen zum WDVS im Überblick“ erscheint am 3. November 2026.

Wärmeleitstufe (WLS)

Normverweis Anlage 7 GModG

Handelsübliche Kurzangabe für die Wärmeleitfähigkeit von Dämmplatten: „WLS 035“ steht für λ = 0,035 W/(m·K). Genau dieser Wert taucht in Anlage 7 GModG auf: Ist die Dämmdicke aus technischen Gründen begrenzt, genügt die höchstmögliche Dicke mit diesem Bemessungswert.

Werte & Normen Siehe auch: Lambda-Wert (λ), Bemessungswert, GModG (Gebäudemodernisierungsgesetz)

Ausführlicher Beitrag „Lambda-Wert und U-Wert erklärt: So lesen Sie Dämm-Kennzahlen richtig“ erscheint am 25. Oktober 2026.

Wärmestrommessung

Normverweis ISO 9869-1

Bestimmung des U-Werts am bestehenden Gebäude mit Wärmestrommessplatten. Das Ergebnis hängt von Witterung, Messdauer und Messstelle ab und gilt zunächst nur für das gemessene Objekt. Ein Laborwert, ein berechneter U-Wert und eine Messung am Haus sind drei verschiedene Dinge.

Werte & Normen Siehe auch: U-Wert, Emissionsgrad (Low-E)

Ausführlicher Beitrag „Lambda-Wert und U-Wert erklärt: So lesen Sie Dämm-Kennzahlen richtig“ erscheint am 25. Oktober 2026.

Wärmeübergangswiderstand (Rsi, Rse)

Normverweis DIN EN ISO 6946

Normwerte für den Wärmeübergang an den Oberflächen eines Bauteils. Für Wände mit horizontalem Wärmestrom gelten innen Rsi = 0,13 und außen Rse = 0,04 m²·K/W. Sie bilden Strahlung und Luftbewegung an der Oberfläche pauschal ab.

Grundlagen Siehe auch: R-Wert (Wärmedurchlasswiderstand), U-Wert, Emissionsgrad (Low-E)

Ausführlicher Beitrag „Lambda-Wert und U-Wert erklärt: So lesen Sie Dämm-Kennzahlen richtig“ erscheint am 25. Oktober 2026.

Worst Performing Building (WPB)

Normverweis BAFA-Infoblatt

Besonders ineffizientes Wohngebäude, laut BAFA-Infoblatt unter anderem bei einem Energiebedarfsausweis der Klasse H. Für Dämmmaßnahmen an solchen Gebäuden ist ab dem ersten Quartal 2027 ein zusätzlicher Bonus von fünf Prozentpunkten angekündigt, sofern die Maßnahme Teil eines geförderten iSFP ist.

Förderung Siehe auch: iSFP (Sanierungsfahrplan), BEG EM

Ausführlicher Beitrag „Fassadendämmung: Förderung 2026 und Alternativen zum WDVS im Überblick“ erscheint am 3. November 2026.